Moschops

Moschops

Moschops

Klassifizierung

Titanosuchier

Größe

ca. 2,5 m

Fundort

Südafrika

Zeitalter

Mittel- bis Oberperm (vor 265 - 250 Mio. Jahren)

Ernährung

Pflanzenfresser


Moschops war eine Gattung großer Pflanzenfresser aus dem Mittel- und Oberperm des südlichen Afrika. Er hatte zwar keine Schuppen, die Haut war aber mit Drüsen besetzt, aus denen später die Haare der Säugetiere wurden. Er war wie alle Dinocephalier schwer gebaut und gigantotherm. Da es im Perm sehr heiß war, hatte die Größe der Dinocephalier einen Überlebensvorteil. Es ist unklar, ob Moschops und Gruppen lebte oder Einzelgänger war. Es gibt zwar keine Hinweise auf Gruppenbildungen, aber das dürfte nicht unplausibel sein. Moschops lebte höchstens in kleinen Herden, die aus bis zu fünf Tieren bestanden. Als auffälligstes Merkmal von Moschops kam der Schädel hinzu, der dick war und zum Kopfstoßen verwendet wurde, ähnlich wie man es bei heutigen Schafen und Ziegen oder auch den kreidezeitlichen Pachycephalosauriern vermutet.


Merkmale


Skelettrekonstruktion von Moschops im American Museum of Natzural History

Moschops wurde zweieinhalb Meter lang. Der Brustkorb war mit 25 paarigen Rippen sehr groß. Die Gliedmaßen waren kräftig und nicht für schnelles Laufen geeignet. Die Füße waren dagegen im Verhältnis dazu eher klein. Die Hinterbeine wurden schon direkt unter dem Körper gehalten, ähnlich heutigen Säugetieren. Die Vorderbeine spreizten allerdings vom Körper ab, so wie bei heutigen Reptilien. Im Vergleich zur Körpergröße war der Kopf sehr klein. Das Gehirn war etwa vergleichsweise so groß wie das pflanzenfressender "Pelycosaurier", die weniger intelligent waren als ihre fleischfressenden Verwandten. Allerdings war der Schädel nicht so stark gewölbt wie bei seinem Verwandten Tapinocephalus.


Entdeckungsgeschichte


Broom hatte erstmals Moschops-Fossilien in Südafrika gefunden. Diese Schicht wird heute der Abrahamskraal Formation der Tapinocephalus Biozone der Beaufort Gruppe zugeordnet. Bei der Erstbeschreibung wurden diese Felsen jedoch als Bestandteil der etwas älteren Ecca Gruppe angesehen. Zu dieser Zeit war die genaue stratigraphische Position unklar, da aber Pareiasaurus-Fossilien in der Nähe gefunden wurde, glaubte man, dass Moschops in der gleichen Schicht wie Pareiasaurus lebte. Ein Holotypus und sieben Typotypen umfassen die ersten Fossilien. 1910 wurden diese Fossilien an das American Museum of Natural History gesendet und 1911 wissenschaftlich beschrieben.


Systematik


Innerhalb der Dinocephalia wird Moschops zu den Tapinocephalidae gezählt. Die Tapinocephalidae wiederum sind eine Familie der Titanosuchia, deren Schwestergruppe die Brithopia waren. Neben den Tapinocephalidae zählen auch die Titanosuchidae zu den Titanosuchia. Schwestergattung von Moschops ist wahrscheinlich Tapinocephalus aus dem südlichen Afrika oder auch Ulemosaurus aus dem europäischen Russland. Einzige derzeit anerkannte Art ist Moschops capensis.


Paläobiologie


Moschops besaß meißelförmige, stumpfe Zähne, die ihn als Pflanzenfresser auszeichneten. Moschops weidete vermutlich in kleinen Herden nedrige Vegetation ab.


Pachyostose


Schädel von Moschops

Das Schädeldach des Tieres war verdickt (Pachyostose). Es wurde wahrscheinlich zum Kopfstoßen genutzt, ähnlich wie es heutige Schafe und Ziegen oder die ebenfalls ausgestorbenen Pachycephalosaurier tun. Die Hauptkraft des Stopßes trat auf dem verdickten dorsalen Schild des Schädels und urde über die Seiten zum dicken und deutlich unter den Schädel liegenden Gelenkknorren des Hinterhauptsbeins übertragen.


Kategorie: Synapsiden