Varanops

Varanops

Varanops

Klassifizierung

Eupelycosaurier

Größe

ca. 1,2 m

Fundort

Nordamerika

Zeitalter

Unterperm (vor 275 - 270 Mio. Jahren)

Ernährung

Fleischfresser


Varanops war ein eher agiler Synapside. Er hatte einen echsenartigen Körper und eine waranähnliche Gestalt. Fossilien fand man in Nordamerika. Der Unterkiefer konnte bis zu 17 cm Lang werden. Damit war Varanops nicht der größte Fleischfresser seiner Zeit. Er war zwar größer als einige andere Fleischfresser aus dem Unterperm von Nordamerika, aber noch deutlich kleiner als die meisten Dinosaurier, die Millionen Jahre später lebten. Abgesehen vom langgestreckten, schmalen Supratemporale hatte Varanops keine sonstigen Auszeichnungen. Er war deutlich agiler gebaut als sein entfernter Verwandter, Cotylorhynchus.


Systematisch gesehen ist Varanops der am meisten basal stehende Eupelycosauria, jedoch nicht der früheste, da Archaeothyris aus dem Oberkarbon von Nova Scotia (Kanada) noch älter als Varanops ist.


Fundorte


In der Arroyo Formation in den USA werden die am besten erhaltenen Funde von Varanops gefunden, in engem Kontakt mit dem Amphibium Cacops. Man nimmt an, dass Varanops in seinem Lebensraum kein Spitzenprädator war, sondern ein eher kleiner Räuber. Das Exemplar aus der Arroyo Formation weist Bissspuren auf, die möglicherweise von einem großen, räuberisch lebenden Dissorophiden stammen. So geht man davon aus, dass der Dissorophide eines der größten Raubtiere seines Lebensraums sei. Andere Fundorte, in denen Varanops-Fossilien entdeckt wurden, sind die Garber Formation der Sumner Gruppe und die Vale Formation der Clear Fork Gruppe. Insgesamt wurden alle Varanops-Fossilien ausschließlich in Texas und Oklahoma gefunden. Alle diese Formationen bzw. Gruppen datieren sehr wahrscheinlich auf das späte Unterperm (Kungurium).


Beschreibung


Varanops ist durch drei vollständige Schädel in schlechtem Erhaltungszustand bekannt, darüber hinaus einen in Teilen gut erhaltenen Schädel. Das größte Exemplar wurde etwa 1,2 Meter lang, sein Unterkeifer war 170 Millimeter lang, und es war mit 24 bis 28 Zähnen besetzt. Die Zähne deuten darauf hin, dass Varanops räuberisch lebte und ein Fleischfresser war. Im Vergleich zu nahe verwandten Gattungen der Varanodontinae war Varanops relativ groß und konnte 1,2 Meter lang werden, während die Größe auf Varanodon dagegen auf nur einem Meter geschätzt wird. Nichtsdestotrotz erreichten die Varanopidae, zu denen auch Varanops zählt, nicht die Ausmaße anderer "Pelycosaurier" wie Cotylorhynchus, Ophiacodon, Edaphosaurus, Sphenacodon oder Dimetrodon. Darüber hinaus war der Schädel relativ kurz und hatte eine spitze Schnauze, die im vorderen Teil schmal war, sich jedoch nach hinten verbreiterte.


Das Zwischenkieferbein von Varanops besteht aus sechs Zähnen. Es ist ähnlich abgerundet wie bei abgeleiteten Formen der Ophiacodontidae (z. B. Ophiacodon) und Sphenacodontidae (z. B. Sphenacodon, Dimetrodon). Die mittleren Vorderzähne waren länger als die seitlichen. Während die Halsrippen von Varanops nicht sehr stabil waren, wurden die hinteren Rippen zunehmend größer.

Varanops, Skelettrekonstruktion


Klassifikation


Varanops wird innerhalb der Synapsida zu den Eupelycosauriern gezählt, hier wiederum ist er die Typusgattung der Familie Varanopidae. Die meisten anderen Varanopidae sind nur spärlich bekannt.


Einzige Art ist Varanops brevirostris.


Kategorie: Synapsiden