Liste der größten prähistorischen Organismen

Dies ist eine Liste der größten prähistorischen Organismen. Hier werden Tiere und Pflanzen aufgelistet, die besonders groß waren.


Nicht-Säugetier-Synapsiden


"Pelycosaurier"


  • Der größte bekannte Caseasaurier ist Alierasaurus aus dem frühen Mittelperm (Roadium) von Sardinien, da er beinahe sechs Meter lang wurde. Alierasaurus war sogar der größte Pelycosaurier, einer der größten nicht-mammalen Synapsiden und das größte amniotische Landwirbeltier des Perms. Nur Prionosuchus wurde noch größer. Auch Cotylorhynchus, aus dem späten Unterperm (Kungurium) von Nordamerika war groß und wurde fünf Meter lang. Damit war er auch das größte Landwirbeltier des Unterperms und zugleich der größte "Pelycosaurier" seiner Zeit.
  • Der größte Edaphosauridae ist Edaphosaurus, er wurde 3,2 Meter lang. Er war einer der größten Pflanzenfresser seiner Zeit und war außerdem das größte pflanzenfressende Landwirbeltier des Oberkarbons. Auch Lupeosaurus war groß und erreichte ähnliche Ausmaße wie Edaphosaurus, obwohl er vermutlich eine andere Lebensweise hatte.
  • Der größte Sphenacodontide ist Dimetrodon, er wurde 3,2 Meter lang und hatte mit seinem hohen Rückensegel ein noch beeindruckenderes Aussehen. Sphenacodon war ebenfalls groß und erreichte bis zu drei Meter Länge. Allerdings war er nicht so hoch wie Dimetrodon, da ihm ein Rückensegel fehlte. Dimetrodon-Arten zählten zu den ersten ausschließlich auf dem Land lebenden Spitzenprädatoren der Erdgeschichte.
  • Der größte Tappenosauridae war Tappenosaurus. Er erreichte ähnliche Ausmaße wie Cotylorhynchus oder Anteosaurus und wurde deshalb bis zu 5,5 Meter lang.
  • Ophiacodon war der größte Ophiacodontidae und wurde als einziger 2,5 Meter groß, während alle anderen deutlich kleiner waren.


Basale Therapsiden


  • Lisowicia, aus der Obertrias (Norium) von Polen, war nicht nur der größte Dicynodontia überhaupt, sondern aus eines der schwersten Landwirbeltiere der Trias. Er wurde 4,5 Meter lang, 2,6 Meter hoch und neun Tonnen schwer. Damit war er sogar noch schwerer als ein Afrikanischer Elefant. Vermutlich hatten große Dicynodontier wie Lisowicia auch eine ähnliche Nische wie heutige Elefanten, obgleich sie anstelle eines Rüssels einen Schnabel hatten. Allerdings besagt eine neue Studie, dass Lisowicia fünf bis sieben Tonnen schwer war. Er wurde also etwa so schwer wie ein Afrikanischer Elefant. Oudenodon war der größte Dicynodontia des Perms und auch der größte pflanzenfressende Therapside des Oberperms.
  • Der größte Biarmosuchia ist vermutlich Ivantosaurus aus dem europäischen Russland. Er wurde etwa 4,5 Meter lang und wog etwa 400 Kilogramm. Damit war er etwa so schwer wie ein Sibirischer Tiger. Ein weiterer großer Biarmosuchier war Eotitanosuchus, möglicherweise handelt es sich um große Exemplare der bekannteren Gattung Biarmosuchus. Eotitanosuchus wurde bis zu sechs Meter lang und 600 Kilogramm schwer. Eine weitere Studie besagt jedoch, dass Eotitanosuchus kleiner war als Ivantosaurus und somit nur 2,5 Meter Länge und 200 Kilogramm Gewicht hatte.
  • Der größte fleischfressende Dinocephalia war Anteosaurus, er wurde fünf Meter Lang und galt als Spitzenprädator seiner Zeit. Er ernährte sich von anderen Dinocephaliern und war massig gebaut. Möglicherweise handelt es sich um Anteosaurus und Brithopus sogar um dasselbe Tier. In diesem Fall wäre jedoch Brithopus die valide Gattung gewesen, da sie vor Anteosaurus wissenschaftlich beschrieben wurde. Anteosaurus war sogar der größte Fleischfresser unter den nicht-mammalen Synapsiden. Nur Alierasaurus und möglicherweise auch Lisowicia wurden größer. Auch Titanophoneus war groß und sein Schädel wurde 50 Zentimeter lang.
  • Jonkeria war ein weiterer großer Dinocephalia und der größte Vertreter der Titanosuchia. Er wog fast eine Tonne und war damit schwer genug, eine ökologische Nische eines großen, allesfressenden Flusspferds zu haben. Tapinocaninus war der zweitgrößte Titanosuchia, der drittgrößte Dinocephalia und der größte Angehörige der Tapinocephalidae. Er wog fast 900 Kilogramm und war ein Pflanzenfresser. Titanosuchus wurde fünf Meter lang und war daher ebenfalls sehr groß.
  • Inostrancevia ist der größte derzeit beschriebene Gorgonopsia. Er wurde mehr als vier Meter lang und war der Spitzenprädator seiner Zeit. Er ernährte sich von Pareiasauriern wie Scutosaurus oder Dicynodontiern, die in seiner Heimat recht häufig waren. Fossilien von Inostrancevia wurden im europäischen Russland und kürzlich auch im südlichen Afrika gefunden. Einer der größten afrikanischen Gorgonopsiden war Rubidgea, der ebenfalls ein Spitzenprädator war. Allein sein Schädel wurde beinahe 50 Zentimeter lang. Dinogorgon war der drittgrößte Gorgonopsier, mit einer vermuteten Schädellänge von 40 Zentimetern. Leontosaurus mit einem Schädel von 39,5 Zentimetern Länge und Sycosaurus mit einem 38 Zentimeter langen Schädel waren weitere große Gorgonopsia. Sie alle waren Spitzenprädatoren und die größten Therapsiden ihrer Heimat.
  • Megawhaitsia ist der größte Whaitsiid. Er hatte einen Schädel, der 40 Zentimeter lang war, dies lässt auf ein etwas mehr als drei Meter langes Tier schließen. Theriognathus war etwas kleiner als Megawhaitsia, war aber dennoch groß, denn sein Schädel war etwa 34 Zentimeter lang. Beide zählten zu den größten Therocephalia.
  • Julognathus war der größte Scylacosauride. Sein Schädel wurde 43 Zentimeter lang, damit war er der zweitgrößte Therocephalier und war vermutlich mehr als drei Meter lang. Er war aber immer noch kleiner als Megawhaitsia. Glanosuchus, dessen Schädel 37 Zentimeter lang wurde, und Pristerognathus mit einer geschätzten Körperlänge von bis zu 2,5 Metern waren ebenfalls großwüchsige Scylacosauriden. Scylacosaurus war mit 1,5 Metern dagegen deutlich kleiner.
  • "Scymnosaurus major" ist der Name eines Fossils, welches bis zu zwei Meter lang wurde. Er war also der größte Lycosuchide. Simorhinella ist der größte formell beschriebene Lycosuchide und sein Schädel wurde 37 Zentimeter lang.
  • Gorynychus war ein weiterer großer, basaler Therocephalier. Sein Schädel wurde bis zu 40 Zentimeter lang.


Nicht-mammale Cynodontier


  • Scalenodontoides ist nicht nur der größte Cynognathia, sondern der größte jemalige nicht-mammale Cynodontier. Er war ein Pflanzenfresser und war massig gebaut. Er hatte eine ähnliche Nische wie die zeitgenössischen "Prosauropoden" und große Dicynodontier wie Placerias und Lisowicia. Sein Schädel wurde 61,7 Zentimeter lang, dies lässt auf ein Tier mit mehr als fünf Meter Länge schließen. Der größte fleischfressende Cynodontier außerhalb der Mammaliaformes war Cynognathus. Das größte Exemplar wurde 4,5 Meter lang und war damit ähnlich groß wie die Gorgonopsiden des Perms oder große Rauisuchier wie Postosuchus aus der späteren Trias. Cynognathus hatte keine Fressfeinde und war deshalb ein Spitzenprädator.